Mut

.




Mut


Kontraste will ich
setzen auf Blättern


die Tarnung aufgeben
Mut im Rücken

Spuren
hinterlassen
im Geäst


sichtbar sein



veredit©24.09.08



Safe Creative #1101258339689


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erwachen




leise ganz leise
fielen meine Tränen

zart ganz zart
erwachte
in mir das morgen



verborgen ganz verborgen
unter Wort und Moos
richtiger Weg


blätterzart ganz blätterzart
biegsame Kraft
beständig


veredit©18.09.08

"behütet" - ein Pilzlied

.



strahlen kann ich
kleidet mich doch
ganz ungemein
mein neuer Hut

schützt mich -
nie mehr zaust
der Herbstwind
mein Haar

hält mir die Tränen
des Waldes fern
schütz meinen Fuß
dass ich mich einlasse

hier kann ich wurzeln
Jahr für Jahr
in meinen Kindern
weiterleben


veredit©16.09.08
Safe Creative #1110070242084 

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Herzblick




wende dein Auge
nicht ab
tauch ein die
Innengefilde

glutvoll umarmt
im Rausch
der Feuerwogen
erahne

dein Sehnen
umschlossen
von meinen
seidigen Blättern




veredit©15.09.08

verborgen

.



meine tiefen
weiß ich
gut geschützt

glasklar gespiegelt
sichT
bis zum grund

die welt steht kopf
sehen
und doch unsichtbar



veredit©17.09.08
Safe Creative #1112220789333




.

einziger Zeitvertreib



mit einem Sprung
steige ich auf

blauweiße
Unendlichkeit

Wunschdenken -
Erde zurücklassend

angefüllt mit
schillernden Wortfarben

flüstere Hoffnung
achte das Licht





veredit©14.09.08

Nachtgefühle

.




über mir
flimmern Lichter
südlichster Sprache

Orangenwind
streift sanft mein Gesicht
schweige

selig









veredit©04.09.08


zum hören: hier




.

Waldgefühle






federnde Schritte
auf moosigen Pfaden
sandklare Bäche
als Seelenspiegel

Säulenriesen warten
Äonen von Jahren
gotische Bögen wandeln
Licht in Strahlenfinger

Goldsprenkel im Farn
Lippen voll Himbeersaft
Du hast Blätter im Haar!
ein Häher warnt

tiefgrüne Augen
mooriger Seen
Waldstimme flüstert
Kommt wieder!



veredit©08

Safe Creative #0910264760292





auch als Hörversion: hier






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Selbstfindung






ich gefalle mir
allmählich

streife windgleich
umher

spare Traurigkeit
aus

pflege meinen
Apfelbaum

und spiele die
Unwissende



veredit@05.09.08

Prunus Persica





Pelziger Freund mit rosigen Wangen
dein Duft lockt mich zum Liebesbiss
gierig will ich an dein Fleisch gelangen
bin mir des Rausch's meiner Sinne gewiss


Samtene Haut streichelt an Zähnen
köstlichster Saft netzt mir die Brust
wieder und wieder dich in mir wähnen
jeglicher Biss steigert die Lust


Bringst mir die Süße des Sommers zurück
nie habe sinnlicher ich geschlemmt
rosige Stückchen voll reinstem Glück
Pfirsich genieß ich ganz ungehemmt

Foto © Copyright Brigitte Lorenz

veredit©29.08.08

vergessener Weg


wir wandeln
im Nebel der Anonymität

Tiefdunkel
umschließt unsere Nähe

lass uns
Flusskieseln suchen gehen

sie leuchten
bei Mondlicht zum Rückweg




veredit

Bonsoir Porquerolles


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von ihrer Bank am Hafen lauschen
die beiden Alten frohgemut
dem Gruß der letzten Abendfähre
Zeit endlich für zwei petits rouges

dann schlendern sie zu den Platanen
ein neues Spiel, die Witze alt
Salut ihr zwei, so lasst uns starten,
sonst werden noch die Kugeln kalt!

der Obststand öffnet seine Läden
die Insel atmet Abendruh
das alte Fort grinst zahnlos rüber
Pierres Hund nagt an `nem Badeschuh

Segler studieren Speisekarten
es duftet wohlig nach Baguette
man lässt sich Zeit und denkt im Stillen
hier immer leben, das wäre nett

kein Auto stört den Inselfrieden
es gibt nur zwei und die halbtot
des Inselarztes Klapperkiste
am Leuchtturm parkt der Rostpeugeot

das Herz der Insel schlägt gelassen
man ist hier gern mit sich allein
Traumpunkt im großen Meer der Mitte
nur schwer zu finden und winzig klein


veredit©02.09.08






Safe Creative #1012278146617


auch als Hörversion verfügbar: veredit-toene.podspot.de einfach Link anklicken Titel aufrufen und reinhören.... viel Vergnügen!


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unwetter

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der zorn
des sturmgewitters


jagt zwischen alleen
zieht über fluren


fetzt blüten
peitscht wolken


schlägt blitze
verfolgend hinterher


fliehe schutzlos




veredit ©30.07.08

Die Stickerin


Nie ruhen ihre zarten Hände,
nie fehlt ein Stich des Fadens, zart,
bis dass der Tag sich neigt dem Ende,
der Nadel Schwung niemals verharrt.

Entspannt, fast traumgleich fasst ihr Blick
den Rahmen mit dem schneeig Linnen,
welchen sie füllt mit viel Geschick,
Stich um Stich wächst die Pracht darinnen.

Lebendig scheinend, farbenprächtigst,
die ganze Vielfalt der Natur,
ob Allerkleinstes oder mächtig
zeichnet sie mit der Nadel Spur.

Schier ungezählte kleinste Stiche
fügt sie zu einem großen Ganzen.
Kunst ist es, ewig weibliche,
Anmut lässt ihre Nadel tanzen.

Doch ihren Faden würd sie allzu gern verlieren,
fänd nur des Liebsten Herz den Weg dafür zurück.
Gäb's noch ein nächstes Mal, sie würde sich nicht zieren.
Sein wäre sie ganz und gar, bei ihm fänd' sie ihr Glück.



veredit©isabella.kramer2008

Safe Creative #0911204911927

Bild zeigt einen Ausschnitt aus dem Gemälde "Verliebt" - von Marcus Stone (1840-1921) Nottingham Castle Gallery

Ahnung

Weine um uns
Kinderseele

Schweigen
trotzt der Verbindung

Weiches tritt zurück
du kennst das Ende



veredit©21.08.08

sage



verführt

mit der Weichheit
deiner Stimme

wortlose Auswirkungen

unserer Akzente


veredit©13.08.08

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