azur




auf blauen schwingen
breitet sehnen licht
zieht herzspannen
weiter und weiter

treibt unbändig
über einengendes
flut spiegelnd
selbstverliebtes
weiß ungetrübt
obenauf

stillt nicht
weckt mehr und mehr
füllt überbordend
leere kammern

lockt und verspricht
wenn nicht jetzt -
dann niemals.
es wird!




veredit©10






Safe Creative #1002285653130

Kalte Stunde








Atem fällt wie Perlmutt
in den Morgen
milchiges Licht
haucht Ahnungsschleier
ins dunkle Geäst

der Frost rückt
die Berge heran und
streift mit zarten
Fingerspitzen
über blasse Lippen

an reifgrauen
Wimpern glitzert
Niegesagtes -
Eissplitter
tief im Herz




veredit©10




Safe Creative #1002245616205




Antwortgedicht von Hermann Josef Schmitz


frühmilch bitter
der geschmack
von winterbeeren
am morgen
die leeren äste
vergebens sucht
die einsamkeit
einen ausgang
ins licht


(c) Hermann Josef Schmitz


Danke lieber Hermann Josef!!


.

Über 100 Leser und Freunde - Danke!!!



Unglaublich - über 100 Leser!!!


"Es kommen mitunter Menschen zu uns, von denen wir nie etwas wußten, und auf die wir doch immer gewartet haben.

Siegfried Brunn"



Vielen, vielen Dank an alle meine Leser und Freunde.  Besonders bedanken möchte ich mich auch
bei all den unsichtbaren LeserInnen, die mir über die ganze Zeit des Blogs ihre Aufmerksamkeit geschenkt haben. Ihr Interesse ist mir wertvoll und ich bin dankbar aus ganzem Herzen dafür.

Ich bin stolz und glücklich Euch alle bei mir zu wissen und freue mich auf die gemeinsame kreative und kommunikative Zeit.

Obrigado a todos meus leitores e amigos. Estou orgulhoso e feliz de saber que você comigo.

Gracias a todos mis lectores y amigos. Me siento feliz y orgullosa de teneros conmigo.

Merci à tous mes lecteurs et amis. Je suis fier et heureux de vous savoir avec moi.

Thanks to all my readers and friends. I am proud and happy to know you with me.


veredit - Isabella Kramer im Februar 2010

Haiku 07-02-10







Unter braunem Blatt
lugt das erste Schneeglöckchen.
Wir lächeln uns an.









veredit©10






Safe Creative #1002235608821

Frostnacht









Des Winters Stimme
atmet Eis in die Nacht,
diamantenes Geflocke
wispert auf trockenem Blatt.

Schlaf will nicht kommen
vor lauter Glitzern.
Lauernd zwinkern
die kalten Laternen.

Rhythmisch fauchen
die weißen Windriesen -
und Nordost pfeift schräg
zum Wolkenritt
über Birkenskelette.

Doch mich schreckt es nicht.
Mit Worten werde
ich mich wärmen und
wohlige Winkel schaffen,
für dich und mich.

Des Winters Stimme
atmet Eis in die Nacht -






veredit©10



Safe Creative #1002175537793

Tanka 01-02-10





Windräder fauchen,
und Schneeflocken knistern auf
trocknen Blättern.

Die Stimme des Winters füllt
die frostklare Nacht mit Eis.





veredit©10






Safe Creative #1002135514895

Haiku 02-02-10



Schwarze Spitze an
schneeweißem Feld. Baumreihen
voll Winterruhe.




veredit ~ 10



Safe Creative #1002135512860




.

Antwortgedicht von Hermann Josef Schmitz s. Kommentare

Maskenball

.




 das Tränenherz hinter
dem Schmetterling bergen

Faune küssen heißlippig -
verschwende mich
in flirrenden Farben
morgen zählt nicht

tanzen in einem
gläsernen Schuh
den anderen, mein Du,
lasse dem Mond

sehe im weißen Spiegel
tausend Stücke zerspringen

im Schatten der Larve
berge das Tränenherz

Schlag Zwölf






veredit©10






Safe Creative #1002115505905



Der letzte Gang




Der Sturm nimmt
jede Kontur.
Grau droht der Horizont,
verschwimmt in
unglücklicher Umarmung.

Knirschend fallen
lehmig braune Klumpen
ins offene Grab.
Rechne nicht mit Tränen,
von mir nicht.

Längst war tot, was
wir hier zu Grabe tragen.
Die letzten Trümmer
spült der Regen blank.
Kein Laut, kein Lied,
kein Glockenklang.

Und überdrüssig
küsst du meinen
Mantelkragen.
Adieu, so weit -
was soll man noch sagen.



veredit©10



Safe Creative #1002065469067

Wunschhut











ich wünsche mir
einen üppigen Hut
darauf soll ein prachtvoller
Garten erblühen

mit Blumen in allen
Nuancen der Welt
auch Vögelchen, die
vor Fröhlichkeit sprühen

sie sollen ruhig nisten
mir wär‘ das nur recht
ihr Zwitschern vertreibt
die düsteren Töne

aus Stroh sollt' er sein
fein geflochten und hell
ein Gespinst für das
Lichte und Schöne

die Krempe ganz breit
und mit Bändern aus Samt
ich will ihn ja fest
an mich binden

denn unter dem Hut
das weiß ich genau
wird Trübsal mich
niemals mehr finden




veredit©10





Safe Creative #1002035438703





auch als Hörversion: hier



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